Zeichen des Fremden
und ihre Metaisierung in ästhetischen Diskursen der Gegenwart
DOI:
https://doi.org/10.15475/skms.2023.3Abstract
Die vorliegende Publikation versucht, an Hand von ausgewählten Beispielen einige Aspekte und Tendenzen herauszuarbeiten, die die diskursive und literarische Konstruktion von ‚Identität‘ und ‚Fremdheit‘ seit etwa der Jahrtausendwende kennzeichnen. Konkret geht es um Fragen wie: mit welchen (sozio)semiotischen, semantischen und narrativen Strategien werden ‚Identität‘ und ‚Fremdheit‘ jenseits
des aktuellen und bekannten mediopolitischen Diskurses (in seinen verschiedenen Ausprägungen) gedacht, konzipiert – und dergestalt ‚konstruiert‘? Mit welchen thematischen und ideologischen Komplexen werden sie von der Literatur verknüpft und welche sekundäre Bedeutung wird ihnen dabei jeweils zugeschrieben? Welche überraschenden Deutungen nimmt die Literatur, um nur ein Beispiel zu nennen, von der (zumindest in bestimmten Kreisen) so überaus positiven Aufnahme von Migrant:innen in Deutschland vor? Eine weitere Tendenz zeichnet sich in der Eigenschaft der Belletristik ab, nicht nur als anthropologisches sondern zugleich als metapoetisches Reflexionsmedium ihrer selbst zu fungieren: Indem sie über kulturelle (und ggf. ethnische) Identität / Fremdheit und den Umgang damit spricht, thematisiert sie immer zugleich auch ihre eigenen literarischen Verfahren und ihr Selbstverständnis als ‚Literatur‘ in Relation zur außerliterarischen Realität.
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