Kraft und Signifikanz
Kultursemiotische Betrachtungen alltäglicher Darstellungen in der sprachbasierten Semiose
DOI:
https://doi.org/10.15475/skms.2024.1Abstract
Die Autor*innen dieses Heftes ließen sich auf ganz unterschiedliche Weise vom Verhältnis dreier Begriffe oder dem, was diese auszeichnet, antreiben. Die drei – und wieder sind es drei – nahe beieinander liegenden Begriffe sind aus semiotisch-linguistischer Sicht trennscharf zu unterscheiden: ›Signifikation‹, ›Signifikanz‹ und ›Kraft‹. Da Zeichen-Prozesse und ihre Auslöser im Zentrum des Interesses stehen, wird der Begriff ›Signifikation‹ gewissermaßen als Ergebnis solcher Prozesse zwar einbezogen, aber er wird deutlich geringer gewichtet, was auch am Fokus dieses Heftes liegt. Es ist eher auf pragmatische Zeichenprozesse und analytisch vor allem auf Sprache in Texten ausgerichtet. Denn ›Signifikation‹ ordnen wir einem eher strukturalistischen Paradigma zu. Zur Herleitung der Begriffe ›Kraft‹ und vor allem ›Signifikanz‹ ist ›Signifikation‹ jedoch nicht ganz unerheblich und es wird sich zeigen, dass er durchaus in Hinsicht auf Dynamik „gelesen“ werden kann. Alle drei haben ehrwürdige Traditionen in Semiotik und Sprachphilosophie, die Joschka Briese in seinem programmatischen Beitrag nutzt. Insbesondere ›Kraft‹ und ›Signifikanz‹ können auch als Chiffre für die Pragmatik-Semantik-Schnittstelle dienen, stets ist mit ihnen ein Kipp-Punkt anvisiert. Ihr Bereich erstreckt sich von noch nicht wahrgenommen oder nicht schon verstanden zu verstandenem Zeichen auf Seiten der Prozesse. Analytisch ist damit die theoretische Region betroffen, die irgendwo zwischen Semantik und Pragmatik liegt.
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