Vorstellungen zum Verbrennungsprozess - Entwicklung wissenschaftlicher Konzepte bei Schülerinnen und Schülern
DOI:
https://doi.org/10.15475/paradigma.2014.1.3Abstract
Mit Hilfe eines quasiexperimentellen Designs wurde die Entwicklung von wissenschaftlichen Vorstellungen im Anfangsunterricht des Faches Chemie an Realschulen untersucht. Die kontextorientierte Unterrichtsform "Chemie im Kontext" (ChiK) wurde traditionellem Unterricht gegenübergestellt. Über 900 Lernende wurden im Zeitraum von etwa sechs Monaten dreimal befragt. Neben den Vorstellungen zum Verbrennungsvorgang wurden weitere Variablen wie z. B. das Interesse für das Fach Chemie erhoben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unterricht nach ChiK dazu geeignet sein kann, Konzeptwandelprozesse zu unterstützen. Insbesondere Mädchen konnten von dem Treatment profitieren. Im Hinblick auf die Entwicklung des Fachinteresses konnten hingegen keine Vorteile festgestellt werden. Gerade die Mädchen, die nach ChiK unterrichtet wurden, verloren während der Laufzeit des Treatments an Interesse.